Archiv für den Monat: Januar 2011

New York (mal wieder) im Schneechaos

Vorgestern ging die Panik los: „Noch ein Schneesturm?“, „Wie?, SCHON wieder?“, „Glaub ich nicht“, „Ist bestimmt nicht so schlimm“, „ich geh mal lieber zwei Tonnen Lebensmittel einkaufen“, etc. Mein Wohnheim hat angeraten jegliche Gegenstände von Fenstern zu entfernen falls diese bersten (interessant!) und sich mit Essen einzudecken. Rutgers hat vorsorglich schon mal die Pforten dicht gemacht, wie auch NJIT, Essex County College, Bloomfield College und alle High Schools in Newark. Das Gleiche passierte dann wenige Stunden später auch in New York. Dank Lena habe ich folgendes Zitat des National Weather Service gefunden:

„A WINTER STORM WARNING FOR HEAVY SNOW MEANS SEVERE WINTER WEATHER CONDITIONS ARE EXPECTED OR OCCURRING. SIGNIFICANT AMOUNTS OF SNOW ARE FORECAST THAT WILL MAKE TRAVEL DANGEROUS. ONLY TRAVEL IN AN EMERGENCY. IF YOU MUST TRAVEL…KEEP AN EXTRA FLASHLIGHT…FOOD…AND WATER IN YOUR VEHICLE IN CASE OF AN EMERGENCY.

…und vergessen Sie bitte nicht Ihr Testament zu schreiben!“ so nach dem Motto…

Aber im Vergleich zu vor zwei Wochen waren die Warnungen dieses Mal zumindest teilweise begründet. Wir hatten locker einen halben Meter Schnee und das bei einem Wind, sodass man kaum was sehen konnte. Dazu kam, dass ich ausgerechnet gestern Nacht in New York war (ich war mit einem Fulbright-Kollegen essen). Glücklicherweise habe ich es zurück geschafft bevor die öffentlichen Verkehrsmittel richtig betroffen wurden. Laut Medien war der Sturm fast genauso schlimm wie der kurz vor Silvester 2010, mit dem Unterschied, dass die Region dieses Mal besser vorbereitet war.

New York Times: Yet Another Storm Buries the Northeast
Wall Street Journal: Snowstorm Hits Winter-Weary Northeast

Und nun lasse ich Bilder sprechen. Quelle: flickr

Spring 2011 Semester beginnt

Diesen Dienstag hat mein zweites Semester begonnen. Wahnsinn, dass ein viertel meines Studiums hier schon abgeschlossen ist… Gleichzeitig werden Freunde von mir die direkt nach der BiTS weiterstudiert haben mit ihrem Masterstudium fertig. Nicht mehr lange und wir sind alle in der Arbeitswelt.

Meine Kurse habe ich, anders als im letzten Semester, alle selbst gewählt. Auf der Liste stehen:

  • Supply Chain Management Strategies (wie optimiere ich meinen Einkauf, Produktion, Verkauf und Logistik?)
  • Management Consulting (welche Fähigkeiten braucht ein guter Unternehmensberater?)
  • Lean Management / Six Sigma (wie optimiere, entschlacke und kontrolliere ich Geschäftsprozesse?)
  • International Business (wie unterscheidet sich die Betriebswirtschaft in international-agierenden und ausländischen Unternehmen von nationalen Firmen?)
  • Strategic Management (in welche Richtung sollten wir unser Unternehmen entwickeln? Welche Zielgruppen? Neue Produktlinien?)
  • Business Communication (wie schreibe ich effektive, leserfreundliche und organisierte Berichte?)

Alle klingen bisher interessant, wenn auch sehr arbeitsintensiv. Kein einziger Kurs verlangt „nur“ eine Midterm- und eine Final-Prüfung. Überall gibt es Projekte, Hausarbeiten, Präsentationen und Diskussionen. Immerhin sind drei der sechs Kurse in 9 Wochen schon zu Ende, den Rest des Semesters habe ich dann nur drei Kurse.

Die Kurse die ich habe sind auch insofern interessant, dass viele Teilzeit-Studenten mit beachtlicher Arbeitserfahrung dabei sind und ihre Ansichten einbringen können. So entstehen überall interessante Diskussionen mit vielen aktuellen Beispielen aus der Wirtschaft.

Ende des letzten Semesters wurden Ömercan und ich zu den Vorstandsvorsitzenden der International Students Organization (ISO) gewählt und unser Amt hat vor einer Woche begonnen. In zwei Wochen organisieren wir ein Event zum Chinese New Year, sind da also auch schon gut am Planen. Viel zu tun, aber es macht Spaß. Mal sehen was das Semester noch so bringt.