Archiv für den Monat: Juni 2011

Ryanair!

Ich wusste ja schon lange, dass Ryanair-Flüge nicht wirklich 99 Cent kosten und immer noch Flughafensteuern draufkommen. Aber, dass die Firma schwindelt wo es nur geht, um Extragebühren einzusacken hätte ich nicht gedacht…

Angefangen hat es schon auf der Startseite. Groß war zu erkennen, dass Flüge im August die bis Montag gebucht werden nur €12 kosten. Wunderbar! Allerdings konnte ich selbst durch Klick auf die Anzeige diesen Preis bei keiner Verbindung finden. Nach viel Frust habe ich dann im Kleingedruckten gelesen, dass das Angebot nicht gilt wenn man Sonntags fliegt…

Weiter ging es dann bei der Bestellabwicklung. Zwei Radiobuttons mit „Ja“ und „Nein“ ermöglichten die Auswahl von „Priority Boarding“, also die Möglichkeit früher ins Flugzeug steigen zu können. Ich klickte auch „Nein“ und schon erschien ein Fenster welches mir mitteilte, dass ich entweder „Ja“ klicken oder die Auswahl aufheben müsse. Schon mal probiert die Auswahl einer Radiobox aufzuheben? Nein? Macht nichts, geht nämlich nicht! Also Webseite aktualisieren und… hurra… alle Eingaben sind weg und man darf nochmal von vorne anfangen.

Beim nächsten Versuch hab ich erst gar nichts angeklickt sondern bin nach Dateneingabe auf „Weiter“ gegangen. Schon erschien wieder ein Popup mit dem Hinweis bitte in der Zeile „Reiseversicherung“ ein Land auszuwählen. Kein Problem, ging dann auch, aber die Gesamtsumme hatte sich mal eben um €16 pro Person erhöht. Also, wieder zurück und geändert. Dann wieder der Hinweis mein Land auszuwählen. Es GEHT also nicht weiter ohne eine Auswahl. Nach weiteren Frustmomentan habe ich die lange Länderliste mal durchgescrollt und unter „K“ den Eintrag „Keine Reiseversicherung erforderlich“ gefunden. Wie offensichtlich…

Weiter bei der Bestätigungsseite: Gebühr für Online Check-In €12. Und gibt es Alternativen? Nein. Wunderbar… Pro Flugstrecke die Gebühr versteht sich! Und am Schluss der Knaller: Ach, Sie haben keine Ryanair-Kreditkarte? Das ist schade. Für alle anderen Karte fällte eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von €12 an… Achja, es ist übrigens selbstverständlich, dass jeder eingecheckte Koffer ebenfalls pro Strecke extra kostet.

Fazit: Am Ende ist das Ticket mehr als drei Mal so teuer wie ursprünglich gedacht, wenn auch dennoch günstiger als bei der Konkurrenz. Aber wenn Frust in Geld ausgedrückt werden könnte ständen die Alternativen deutlich besser da… Viel Spaß mit den Screenshots!

Schon über drei Wochen in Düsseldorf

Kaum bin ich angekommen sind schon fast vier Wochen rum. Zeit vergeht schnell wenn man viel unternimmt!

Arbeitstechnisch bin ich noch immer drei Tage die Woche beim Kunden, wobei die Anfahrt pro Strecke 1,5 Stunden in Anspruch nimmt. Das ist auf Dauer schon recht anstrengend. Vorallem wenn man immer auf die Zuverlässigkeit der Bahn angewiesen ist. Die Arbeit macht aber dennoch Spaß und eventuell komme ich in ein paar Wochen noch auf ein zweites Projekt, welches in Köln wäre und mir zumindest eine halbe Stunde sparen würde. Außerdem gabs vom Arbeitgeber eine Bahncard First 50, mit der ich jetzt fast zum selben Preis 1. wie 2. Klasse (auch privat) fahren kann. Das ist vorallem für die stark befahrene Strecke Düsseldorf-Mannheim nützlich.

Privat läuft auch alles wunderbar. Ich habe jetzt schon zig mal mit Gerrit gegrillt und bin mit ihm Abends mit Bier in der Hand den Rhein entlang geschlendert. Ich war auch endlich (!) mal wieder Squash spielen, was sehr gut getan hat, aber mir auch schmerzhaft klar gemacht hat wie lange ich keinen richtigen Sport mehr getrieben habe. Hoffentlich schaffe ich es ab jetzt häufiger spielen zu gehen.

Von Düsseldorf selbst habe ich noch sehr wenig gesehen. Den Weg zwischen Wohnung, Gerrit und Hauptbahnhof kenne ich zwar mittlerweile im Schlaf, aber in der Altstadt war ich noch nicht, obwohl sie nur um die Ecke liegt. Diese Woche wird sich mein Horizont allerdings erweitern, da ich das erste volle Wochenende (samt Feiertag) in Düsseldorf verbringen werde. Da freue ich mich schon drauf!

Nebenbei fange ich an die USA zu vermissen. Je mehr ich Kollegen hier über das Leben rund um New York und MBA erzähle, desto mehr kriege ich Lust jetzt schon zurückzufahren. Auch vermisse ich schon Cookies, Bagels, Burger und Co., sowie die deutlichen günstigeren Preise für öffentliche Verkehrsmittel und Restaurantbesuche.

Anbei ein paar Bilder von meinem Arbeitsplatz sowie meinen Abenden mit Gerrit.