Archiv für den Monat: Mai 2013

Asheville, NC und Chimney Rock State Park

Endlich ein langes Wochenende. Da Urlaubstage in den USA rar gesaeht sind habe ich mich sehr auf dieses Wochenende gefreut. Montag war „Memorial Day“, ein Nationalfeiertag zu Ehren der im Krieg gefallenen US-Soldaten. Mandy und ich nutzten die drei Tage, um North Carolina etwas besser kennenzulernen. So sind wir Samstagfrueh nach Asheville aufgebrochen, einer huebschen Kleinstadt in den Bergen ca. 400km westlich von Raleigh entfernt. Die Stadt ist beliebt wegen des Biltmore Estate, einem ehemaligen Herrenhaus im Renaissancestil, und dank ihrer Naehe zu den Great Smokey Mountains, einer Bergkette zwischen North Carolina und Tennessee.


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Die Fahrt verlief reibungslos und nach einem Mittagessen in einem urigen Lokal erkundeten wir die Stadt zu Fuss. Trotz der Abgelegenheit war viel los an diesem Samstag. Besonders ueberrascht waren wir von der Anzahl an Jugendlichen. Asheville ist nicht bekannt als Studentenstadt und ist recht weit ab vom Schuss. Dank des niedrigen Durchschnittsalters hatte die Stadt einen „hippen“ Flair und wirkte nicht altbacken. Nachdem wir die Innenstadt abgelaufen hatten ging es weiter zum „Biltmore Village“. Dieses Dorf wurde errichtet, um das danebenliegende Biltmore-Schloss zu versorgen, welches einer Familie mit grosser historischer Bedeutung gehoerte: Den Vanderbilts. Besondern bedeutend war Cornelius Vanderbilt, der als einer der Gruendungsvaeter der USA gilt, da er im 19. Jahrhundert als Eisenbahn-Tycoon das Land von Kueste zu Kueste mit Schienen vernetzte. Das Anwesen ist bombastisch, kostet allerdings $60 Eintritt pro Person, daher musste fuer uns das Biltmore Village hinhalten. Doch auch dies war nett, mit alten Haeuschen und Pflasterstrassen.

Abends waren wir zum Essen im Vincenzo Ristorante and Bistro, einem kleinen italienischen Restaurant mit echter Klaviermusik. Stundenlang sass der Pianist am Klavier und spielte entspannte Toene, aus bekannten und unbekannten Stuecken. Das machte er so entspannt, dass er manchmal aussah als wuerde er gleich einschlafen. Wahnsinn was das motorische Gedaechnis so alles speichern kann. Das war ein schoener Ausklang fuer den Abend.

Am naechsten Tag fuhren wir frueh zum „Chimney Rock State Park“, einem Nationalpark ca. 45min oestlich von Asheville. Der Park ist nach einem Felsen benannt der aussieht wie ein „Chimney“, also ein Schornstein, der von einem Felsvorsprung knapp 100m senkrecht in den Himmel ragt und eine flache Spitze hat. Nachdem man die 420 Stufen erklommen hat, kann man einen fantastischen Blick ueber North Carolina werfen. Das kann sich schon mit der Szenerie des Yosemite National Park in Kalifornien messen.

Zu Besuch in New York

Da ich seit meinem Umzug nach Raleigh letzten September kaum in New York war, beschloss ich meiner Lieblingsstadt im Mai einen laengeren Besuch abzustatten. So war ich letzte Woche fuer zehn Tage wieder an der Fifth Avenue, wo ich 2012 fuer ein halbes Jahr gewohnt hatte. Es war ein klasse Gefuehl wieder da zu sein. Die Stadt ist lebendig, hektisch und einfach nur bombastisch. Ich bin eine Woche lang wie gewohnt zu Fuss zum Buero gelaufen und habe die Aussicht auf Central Park genossen. Abends habe ich mich dann meist mit Freunden wiedergetroffen und bekannte Restaurants besucht.

Viel hat sich nicht veraendert. Nur das 1 World Trade Center ist weiter gewachsen. Waehrend meines Aufenthalts wurde die Spitze aufgesetzt, sodass das Gebaeude nun 1776 Fuss hoch und das hoechste Gebaeude in der westlichen Hemisphaere ist. Ob das Mass irgendetwas mit dem Datum der Unabhaengigkeitserklaerung am 4. Juli 1776 zu tun hat? Man weiss es nicht! 😉

Am Tag des Rueckflugs war gutes Wetter und ich hatte nach dem Abheben einen klasse Blick auf ganz Manhattan! Die Dichte an Gebaeuden ist unglaublich. Hoffentlich schaffe ich es nochmal vor August hierher.

Manhattan aus der Luft
Manhattan aus der Luft