Archiv für den Monat: Juli 2013

Geldbeutel auf Reisen

Wer sich jemals gefragt hat wie sein Geldbeutel in den USA aussehen würde der hat nun Klarheit.

Geldbeutel und Inhalt USA vs. Deutschland
Geldbeutel und Inhalt USA vs. Deutschland

Ein paar Highlights:

  • Geldscheinklammer statt dickem Geldbeutel
  • Führerschein als Personalausweisersatz (da es in den USA keinen Personalausweis gibt)
  • Autoschlüssel statt Bahncard
  • Weniger Münzen, dafür mehr Scheine (dank dem $1-Schein)
  • Treuekarten am Schlüsselbund statt im Kreditkartenformat
  • Und natürlich darf die Starbucks Gold Card nicht fehlen

Golf in North Carolina

August 2001 war das letzte Mal, dass ich richtig Golf spielen war. Damals war ich gerade 14 Jahre alt und hatte ca. 2 Jahre Golfunterricht hinter mir. Jetzt bin ich 26 und sehr außer Übung. Aber North Carolina ist (vorallem dank dem guten Wetter) ein guter Ort, um dieses Hobby wieder aufleben zu lassen. Mit 664 Kursen (einer für alle 14.000 Einwohner) kommt es zwar an die 1,481 Kurse von Florida nicht ran, ist aber dennoch ein perfekter Ort für Golf. Allein Raleigh hat 14 Kurse. Viele meiner Kollegen spielen und so sind wir öfters mal gemeinsam zur Driving Range gefahren, um ein paar Bälle abzuschlagen. Vor zwei Wochen waren wir dann aber das erste Mal auf dem Golfplatz. Ich habe in meinem Leben vielleicht fünfzehn Mal „richtig“ gespielt, und jeweils immer nur neun Löcher. Meine Ziele waren entsprechend pessimistisch:

  • 18 Löcher überstehen
  • Möglichst wenig Bälle verlieren
  • Weniger als zehn Schläge pro Loch brauchen

An einem Samstagmorgen vor zwei Wochen machte ich mich also auf den Weg, um mit zwei Kollegen den Kurs unsicher zu machen. Der Parcours sollte angeblich recht einfach sein, doch ich sah das anders. Viel Wasser, viele Bunker und schmale Fairways. Dennoch schlug ich mich erstaunlich gut, wenn man bedenkt wie lange ich nicht richtig gespielt habe. Ich habe zwar viele Bälle verloren (über 10), konnte allerdings jedes Mal in unter zehn Schlägen einlochen. Zudem war das Überstehen der 18 Löcher recht angenehm. Laufen war nur begrenzt nötig da, wie in den USA üblich, wir mit kleinen Golfmobilen durch die Gegend flitzen konnten. Praktischerweise hatten diese auch eingebaute Kühlboxen, die wir gut mit Bier und Eis gefüllt hatten. So gingen die fünf Stunden ganz entspannt rum. Und mein Spielergebnis war sogar passabel. Den Par 71 Kurs hatte ich mit 126 Schlägen absolviert. Darin beinhaltet war ein „Par“-Loch, zwei Bogeys (1 Schlag über Par) und einige Double Bogeys (2 Schläge über Par). Ich war zufrieden, auch wenn meine Kollegen 116 und 85 geschlagen hatten.

Jimmy, Joe und ich
Jimmy, Joe und ich

Diesen Samstag ging es dann nochmals auf den Platz. Dieses Mal ein anderer Kurs mit weniger Wasserhindernissen. Am Ende hatte ich mich auch weiter verbessert, mit einer Punktzahl von 102 Schlägen (bei Par 72). Ich hatte wieder ein „Par“ Loch, aber zusätzlich sechs Bogeys und acht Double Bogeys. Es ist also tatsächlich wahr: Golf ist wie Fahrradfahren: Wenn man es einmal gelernt hat verlernt man es nie wieder.