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In der Business Class nach New York

Ausnahmsweise hat es sich mal ausgezahlt in einem überbuchten Flieger zu sitzen und alleine zu reisen: Ich wurde nämlich für den achtstündigen Interkontinentalflug in die Business Class upgegradet. Die Überraschung war groß, da mir dies erst beim Boarden mitgeteilt wurde. Aber beschwert habe ich mich nicht!

Sitze die sich komplett zum Bett umklappen lassen, Dreigängemenü vom Sternekoch, Flugbegleiterinnen die einen persönlich mit Namen ansprechen, Sektempfang vor Abflug und viiiiiel Platz. Selten war ich nach einem Flug so erholt.

Und auch ansonsten lief alles gut. Einen Tag vor Abflug hat es so stark gestürmt, dass die Reise in Gefahr war. Für morgen werden ebenfalls Stürme über Europa erwartet. Dafür war heute alles gut. (Halbwegs) pünktlicher Abflug und Ankunft, „nur“ 45min an der Passkontrolle gewartet und den Bus direkt erwischt. Jetzt erstmal ins Bett und Jetlag auskurieren!

Italienurlaub Teil 1: Rom

Mein Praktikum war zuende, der Semesterbeginn erst am 1. September: Die perfekte Zeit für Urlaub mit Mandy! Damit alles budgetmäßig im Rahmen bleibt, sind wir mit Ryanair von Frankfurt/Hahn aus nach Rom geflogen. Leider ist Ryanair ein Synonym für “unmögliche Flugzeiten”, also mussten wir Sonntag Früh bereits um 3:30 Uhr morgens aufbrechen. Danke Sandra, dass du uns zu dieser unmenschlichen Uhrzeit zum Flughafen gebracht hast!

Immerhin waren wir schon um 9:30 Uhr morgens im Hotel, wo wir auch schon einchecken konnten, super! Wenn ich “Hotel” sage, meine ich ein “Bed & Breakfast” im 5. Stock eines typischen italienischen Hauses in einem Wohnviertel. Zimmer und Frühstück waren einfach, aber gut und ausreichend. Gegen zehn Euro Aufschlag gab es auch Klimaanlage, eine gute Geldanlage wie sich herausstellen sollte!

Nach dem Auspacken ging es dann auch direkt schon los, in Richtung Stadt. Der erste Halt war der Markt an der Via Porta Portese, da dieser bereits um 14 Uhr dicht macht. Die Busfahrt dahin war so ziemlich die abenteuerlichste die ich je gemacht habe. Der Bus war überfüllt und trotzdem stiegen immer mehr Leute ein. Es wurde gedrückt und geflucht und weitergedrückt. Wir standen minutenlang and jeder Haltestelle bis entweder alle drin waren oder auch die hartnäckigsten Passagiere aufgaben und draussen geblieben sind. Diese Situationen arteten oft in Geschrei und Schlägerein aus. Und bewegen konnte man sich keinen Millimeter. Ich war wirklich froh als wir es nach 30min geschafft hatten auszusteigen. Jetzt kann ich mir im ANSATZ vorstellen wie es auf der Loveparade gewesen sein muss…

Beim Markt angekommen ahnten wir nicht wie riesig er sein würde. Und mit “riesig” meine ich RIESIG. Es war zwar nur eine Strasse, aber nach 25min Laufen waren wir immer noch nicht am Ende. Und dabei hatten wir so ziemlich jedes gefälschte Produkt gesehen das man sich vorstellen kann. Von Klamotten über Taschen, Gürtel, Handtaschen, DVDs, CDs und Schmuck war alles dabei. Dort fand Mandy auch eine Sonnenbrille für 2 Euro.

Weiter ging es zum Forum Romanum, dem historischen Stadtkern von Rom, und zum Kollosseum. Beides sehr beeindruckend und viel zu umfassend um hier beschrieben warden zu können. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass ich in der Schule in Geschichte besser aufgepasst hätte!

Um 16 Uhr waren wir dann platt. Es war keine Wolke am Himmel, das Themometer sagte 39 Grad, mein Gefühl mindestens 50 Grad. Also sind wir zum Hotel zurück, haben geduscht und ausgeruht und sind Abends beim Hotel rumgelaufen bis wir ein günstiges (wenn auch touristisches) Lokal gefunden hatten. Dort gab es traditionell Pizza, Pasta und Tiramisu und um 21:30 Uhr – 18 Stunden nach Abfahrt – waren wir schon im Bett.

Am den beiden nächsten Tagen war ebenfalls viel Laufen angesagt. Nach dem Frühstuck sind wir – dick mit Sonnencreme beschmiert – in Richtung  Innenstadt aufgebrochen. Dort haben wir dann den Tag verbracht. Kleine verwinkelte Strässchen, Eiscafes, Brunnen, Kirchen, Souvenirshops, “Wolle Rose kaufen”-Typen, Touristen, Lokale, Vespas und glühende Hitze. Schön! Unter anderem haben wir auch das Pantheon besichtigt, eines der besterhaltesten religiösen Strukturen Italiens. Abends waren wir dann in einem kleinen Lokal in der Innenstadt und haben eine “interessante” Erfahrung gemacht. Die Preise waren hoch – klar, Innenstadt – und das Essen in Ordnung, dazu brachte uns der Ober Brot. Im Nachhinein stellte sich raus, dass uns pro Stück (!) Brot ein Euro in Rechnung gestelllt wurde. Wahnsinn…

Am nächsten Abend kam dann eine ähnliche Erfahrung in einem anderen Lokal: Zum Essen gab es wieder Brot, mit welchem wir sparsam umgingen. Nach der Hauptspeise bat ich um die Rechnung. Stattdessen kamen zwei Teller mit geschnittener Wassermelone. Wir haben uns gefragt ob sie das wohl auch berechnen würden, aber aßen sie trotzdem. Nachdem sich 15min wieder keiner Blicken ließ, fragte ich erneut nach der Rechnung. Diesmal bekamen wir zwei Fingerhüte mit Eiscreme. Das war zwar nett, aber wir wollten zahlen. Also nochmal gefragt, dann kam der Ober nochmals mit Melone an. Ich wimmelte ab, sagte wir wären satt aber er liess sich nicht beirren und stellte die Teller vor uns. Wir rührten sie nicht an. Die Bedienung kam – wieder ohne Rechnung – und fragte ob es nicht schmeckt. Wir, doch doch, wir sind nur satt. Nach weiteren 10min kam dann die Rechnung. Mit Herzklopfen klappte ich sie auf und stellte fest, dass keines der Extrasachen berechnet wurde. Endlich mal eine positive Überraschung! Also aßen wir die zweite Wassermelone doch auf. 😉

Den letzten Tag verbrachten wir dann damit einige Museen abzuklappern und uns die Vatikanstadt anzuschaün. Letzteres war wirklich die Reise wert. Beeindruckend und schwer zu beschreiben. Auch die 7 Euro Eintritt um die Domkuppel zu erklimmen waren gut angelegt. Abenteürlicher Aufstieg (mit schiefen Treppen! Siehe Bilder), aber super Ausblick! Ein schöner Abschluss für Rom!