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Überraschungsparty

Letzten Samstag hatte ich vor Abends in einem Lokal meinen Geburtstag zu feiern, doch Mandy kam mir zuvor. Ich hatte auf Facebook ein Event erstellt und Freunde eingeladen. Sie hatte daraufhin ohne mein Wissen alle Gaeste kontaktiert und eine fruehere Zeit und einen alternativen Ort ausgemacht. Mir hatte sie erzaehlt, dass ich mir nachmittags nichts vornehmen solle, da sie eine Ueberraschung fuer mich habe. Nichtsahnend setzte ich mich bei ihr ins Auto und schloss die Augen. 20 Minuten spaeter musste ich mit geschlossenen Augen aussteigen und auf ihr Zeichen warten. Ich oeffnete die Augen und staunte nicht schlecht. Ich stand in einem Vordergarten, um mich herum zehn meiner Kollegen/Freunde und im Hintergrund ein angeheizter Grill. Bevor ich mich richtig orientieren konnte drueckte man mir ein (deutsches!!) Bier in die Hand und praesentierte mir mein Geschenk: Einen Campingstuhl mit Amerikaflaggenmuster. Dieser sollte fuer den Rest des Abends mein „Thron“ sein. Ich war ueberwaeltigt. Ich hatte nichts geahnt, was in Zeiten von Facebook und Smartphone ein kleines Wunder darstellt.

Der Vordergarten und der Grill gehoerten einem meiner Arbeitskollegen. Die anderen hatten Essen mitgebracht. Und zwar nicht irgend ein Essen, sondern selbstgemachte, typisch amerikanische Speisen: Es gab Chips, Burger, Steak, „Mac ’n Cheese“, Maiskolben, und natuerlich Speck ohne Ende. Zum Nachtisch kamen Chocolate Chip Cookies, Cupcakes und Eiscreme dazu, sowie zum Trinken Coca Cola, Bier und natuerlich „Moonshine“, ein schwarzgebrannter und hochprozentiger Schnaps der in North Carolina sehr beliebt ist.

Als Entertainment wurde „Cornhole“ gespielt, ebenfalls etwas sehr amerikanisches. Das ist ein Spiel, bei dem mehrere Spieler abwechselnd mit Mais gefüllte kleine Säcke auf eine 10m-entfernte angehobene Plattform mit einem Loch werfen. Bleibt ein Säckchen auf der Plattform liegen, ist ein Punkt erzielt, fällt ein Säckchen in das Loch, sind drei Punkte erzielt. Wer zuerst 21 Punkte erzielt gewinnt. Klingt einfach, ist aber unglaublich schwer. Das erste Spiel war nach 30 Minuten immer noch nicht vorrueber. Die „Cornhole-Boards“ wurden uebrigens handgeschreinert, und zwar von meinem Chef. Witzig!

Mit Essen, Trinken, Quatschen und Spielen ging der Abend schnell rum. Ich hatte eine super Zeit und schaetze mich wirklich gluecklich in meinem Leben so viele gute Freunde in allen Teilen der Welt zu haben. Gerne haette ich zwar meinen Geburtstag – wie ueblich – im Garten meiner Eltern in Deutschland gefeiert, aber man kann nicht alles haben. Zudem habe ich vielleicht die Gelegenheit die Feier Ende August nachzuholen. Wenn alles nach Plan verlaeuft bin ich vom 24. August bis 13. September im Lande! Mark your calendars 🙂

Fulbright Welcome Reception 2011

Eigentlich hasse ich ja den Times Squares. Ich vermeide ihn auf alle Kosten, sowohl zu Fuß, als auch mit der U-Bahn fahre. Es ist dort einfach immer voll, egal zu welcher Uhrzeit. Und man wird von allen Seiten mit Flyern und Fragen beworfen. Da kann nicht mal der nackte Cowboy was gegen machen. Aber diese Meinung habe ich seit Dienstag zumindest teilweise wieder redigiert. An dem Abend fand nämlich im Thompson Reuters Tower am Times Square der jährliche Empfang der neuen Fulbright-Stipendiaten statt. Letztes Jahr waren wir im Princeton Club, welcher schon wirklich edel war, aber diese Location hat alles getoppt. Zwischen der 42. und 43. Straße betrat man eine große marmor-geschmückte Lobby. Von dort ging es mit dem Aufzug in den 30. Stock zu einer Reihe verbundener Konferenzzimmer mit einer riesigen Glasfront. Dort warteten 180 Fulbright-Studenten, -Alumni und -Spender. Die Agenda war kurz. Es gab eine Begrüßungsrede der Programmdirektorin und dann wurden alle Fulbrighter, nach Ländern geordnet, aufgerufen. Deutschland war wie immer zahlreich vertreten. Anschließend konnte man sich unterhalten, networken und trinken. Ein schöner Abend!