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Im Westen nichts Neues

Es ist zwar 2Wochen her seit meinem letzten Eintrag, allerdings habe ich nichts spannendes zu berichten. Die Uni läuft, momentan sind Midterm-Exams und ich bin viel am Lernen. Mein „Client Project“ läuft weiterhin und macht viel Arbeit. Gleichzeitig läuft die Praktikums-/Jobsuche auf Hochtouren. Gute Firmen fangen Ende des Jahres schon mit dem Recruiting für den Sommer 2012 an und ich bin fleißig am Networken. Denn anders kriegt man als „International Student“ bzw. „Public School Student“ kein Praktikum bei einer Topfirma. Erstens haben die alle ihre „Recruiting Schools“ mit welchen sie 99% ihres jährlichen Personalbedarfes decken und zweitens kommen die administrativen Hürden der Arbeitserlaubnis dazu.

Entsprechend war ich die letzten Tage/Wochen auf diversen Firmenveranstaltungen, u.a. bei Intel, McKinsey und beim Pharma-Riesen Pfizer. Bei letzterem haben wir eine Ortsbegehung gemacht, wo wir die Produktion von „Centrum“-Tabletten (Vitaminzusatz) begutachten konnten. Ich habe viel gelernt und einige interessante Leute kennengelernt und bin entschlossen dieses Mal mehr Erfolg bei der Praktikumssuche zu haben. Generell haben die meisten meiner Kommilitonen die Uni schon abgehakt und sind fast konstant auf Jobsuche, bzw. schon am Arbeiten. Viele haben sich die Vorlesungen so gelegt, dass die zwei oder drei Tage die Woche arbeiten können. Das steckt schon ein bisschen an.

Nebenbei habe ich aber auch noch Zeit Spaß zu haben. Ich bin öfters mal mit Freunden weg, u.a. haben die Fulbrighter in Newark es auch mal geschafft sich zu treffen. Ich war ganz erstaunt zu erfahren, dass wir 14 sind! Alleine an der Rutgers Business School. Am NJIT ist noch ein weiterer. Also 15 in meiner Stadt. Wir sind Portugiesisch essen gegangen, im „Ironbound“, dem berühmten Essensviertel hier in der Gegend. Dabei habe ich einen „Double Rainbow“ auf Kamera einfangen können. Klasse!

Abschied von Düsseldorf

Zehn Wochen klingen nach einer langen Zeit, … zumindest bis sie um sind. Jetzt ging es doch ganz schnell. Kaum eingezogen war auch schon der Auszug fällig. In meiner letzten Praktikumswoche habe ich viel unternommen, mich mit vielen Leuten getroffen und bin immer viel zu spät ins Bett gegangen. Ich werde Düsseldorf vermissen. Ich habe mich dort wirklich wohl gefühlt und viel Spaß gehabt. Das hängt natürlich auch mit den Leuten zusammen die ich kennengelernt habe bzw. die ich von dort schon vorher kannte. Ein schöner Abend war beispielsweise Donnerstag, als ich mit Gerrit, Pizza und Bier (und Killepitsch!) am Rhein saß. Trotz starkem Wind und gelegentlichem Regen hatten wir viel Spaß und haben es genossen endlich wieder viel Zeit miteinander verbracht zu haben.

Ein Abendessen mit meinen Arbeitskollegen gehörte natürlich auch zum Programm und so ging ein erfolgreiches Praktikum zu Ende. Ich hatte zwar öfters mal wenig zu tun gehabt (aber so ist das bei Praktika nun mal…), konnte aber wirklich viel lernen und Sachen kennenlernen die ich so noch nicht kannte. Und ich konnte den Entschluss fassen: Die Unternehmensberatung ist auf jeden Fall meine Sache!

Samstag Abend war ich dann mit meinem Mitbewohner Rene in der Altstadt. Wir haben gut gequatscht und einige Altbier gekippt. Es ist wahnsinnig wie voll die Altstadt am Wochenende immer wird. Es stehen so viele Leute vor den Brauereien, dass man kaum vorbeikommt. Wir haben uns der Meute angeschlossen und nach einigen Bieren durfte dann ein Mitternachtssnack an der Pommesbude nicht fehlen.

Heute morgen habe ich mich dann aus dem Bett gequält und mein WG-Zimmer geputzt, welches ich wenige Stunden danach übergeben und verlassen habe. Schlüsselabgabe, Auszug, Rückfahrt. Irgendwie traurig…

Düsseldorf, ich werde dich vermissen.