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Trauerfeier direkt vor der Haustür

Dass Whitney Houston in Newark geboren und aufgewachsen ist wusste ich. Zudem wusste ich, dass gestern die Trauerfeier in der New Hope Baptist Church in Newark stattfinden sollte. Was ich allerdings nicht wusste ist, dass die Kirche nur zwei Blocks von meiner Wohnung entfernt liegt.

Aus meinem Fenster hatte man einen guten Blick auf die Kirche, die Menschenmeute davor, die Polizeiautos und die Scharfschützen auf dem Dach. Das Gelände und der Anfahrtsweg waren weiträumig abgesperrt mit hunderten Polizisten im Einsatz. Unter anderem kam zwischen Mitternacht und 18 Uhr kein Auto bei uns am Wohnheim vorbei. Die Trauerfeier ging von 12 bis 15 Uhr und war genau dann fertig als ich zufällig aus der Tür gegangen bin. Draußen standen Reporter und einige Schaulustige, die sehr darüber erbost waren, dass sie an der Bestattung nicht teilnehmen durften. (Es wurden „nur“ 1.500 exklusive Gäste geladen.)

Zu sehen gab es natürlich wenig, aber es war schließlich eine Zeit der Trauer und des Mitgefühls. Dennoch war es beeindruckend und erschreckend „echt“, dass so ein weltbewegendes Event direkt bei mir vor der Haustür stattgefunden hat.

Zurück in den Staaten

Die letzten zwei Wochen vergingen so schnell, dass ich gar nicht dazu gekommen bin einen Blogeintrag zu schreiben. Ich hatte eine Woche mit meiner Familie und dann eine Woche in Italien mit Mandy. Die Blogeinträge dazu folgen in den nächsten Tagen.

Seit gestern bin ich nun wieder in den USA und vom tropischen Sturm „Irene“ ist nichts zu sehen. Es sind 30°C bei strahlend blauem Himmel und New York ist voller Menschen und Autos. Kaum zu glauben, dass die halbe Innenstadt vor ein paar Tagen evakuiert war. Der Flug verlief reibungslos, alles drumherum aber eher unentspannt. In Frankfurt wurde ich auf die Warteliste gesetzt (da der Flug dank „Irene“ überbucht war) und musste bis kurz vor Abflug darauf hoffen, dass ich einen Sitzplatz bekommen würde. In New York hatte dann der Drogenspürhund an der Gepäckausgabe etwas an meinem Handgepäck auszusetzen. Ich hatte noch ein Butterbrot dabei welches ich eigentlich vor Abflug essen wollte, aber wegen dem Stress hatte ich gar nicht mehr daran gedacht. Ich bekam ein Notiz auf meiner Zollkarte und dachte ich schmeiss das Ding lieber weg bevor ich noch mehr Stress bekomme. Das fand der Zollbeamte aber eher weniger lustig und so durfte ich in Polizeibegleitung den gesamten Mülleimer ausräumen… Aber wie gesagt, sonst lief alles glatt.

Ich bin wieder in meine (im Sommer untervermietete) Wohnung eingezogen und habe die letzten 24 Stunden mit Auspacken, Aufräumen und Entspannen verbracht. Morgen geht dann die Uni schon los. Ich freue mich schon darauf all meine Kollegen wiederzusehen und zu erfahren wie ihre Praktika gelaufen sind. Und ehrlich gesagt freue ich mich auch wieder auf etwas Unialltag.