{"id":660,"date":"2011-11-12T17:49:36","date_gmt":"2011-11-12T15:49:36","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=660"},"modified":"2011-11-12T17:49:36","modified_gmt":"2011-11-12T15:49:36","slug":"falscher-fuhrerschein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martin-esser.eu\/blog\/2011\/11\/falscher-fuhrerschein\/","title":{"rendered":"Falscher F\u00fchrerschein?"},"content":{"rendered":"<p>Seit Mittwoch Abend habe ich Besuch aus Deutschland. Laura, die nur f\u00fcnf Minuten von meinem Heimatort entfernt wohnt ist f\u00fcr 10 Tage hier. Es ist toll jemandem so Vertrautes die letzten vierzehn Monate meines Leben zeigen zu k\u00f6nnen. Sie war zwar schon mal im New York, allerdings schon vor einigen Jahren und damals nur f\u00fcr zwei Tage.<\/p>\n<p>Die erste Erfahrung sollte ein amerikanischer, bzw. irischer Pub sein. Also haben wir uns zusammen mit Joachim, dem anderen deutschen Fulbrighter in Newark, Donnerstag Abend auf den Weg zum McGoverns gemacht. Dort war allerdings so voll, dass wir auf das Kilkenny Alehouse ausweichen mussten, wo ich im ersten Semester einige Male war.<\/p>\n<p>An der Bar mussten wir, wie in den USA \u00fcblich, einen Altersnachweis vorzeugen. Ich gab dem Barkeeper also stolz meinen sch\u00f6nen New Jersey F\u00fchrerschein, um den ich das letzte halbe Jahr so hart gek\u00e4mpft hatte. Er nahm auch die Ausweise der anderen und verschwand f\u00fcr einige Minuten. Nach einer Ewigkeit kam er endlich wieder und meinte: &#8220;We have big problem here folks!&#8221; Wir schauten uns ratlos an und fragten wieso. Er antwortet mit der Frage wer von uns Martin sei. Ich meldete mich und er sagte: &#8220;Do you have another ID on you?&#8221;. Ich verneinte, denn seit meinem <a title=\"Geldbeutel weg\u2026\" href=\"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=559\">Geldbeutel-Erlebnis in K\u00f6ln<\/a> habe ich nur noch das allern\u00f6tigste dabei. Seine Antwort war nur, dass meine Reise dann erstmal beendet ist. Ich war ratlos und fragte was denn los sei. Antwort: &#8220;Mate, your ID is fake, you&#8217;re not going anyhwere!&#8221;<\/p>\n<p>Ich konnte das erst gar nicht glauben. Ich sagte: &#8220;How much realer does it get than a real ID?&#8221; aber das hat ihn auch nicht beeindruckt. &#8220;What&#8217;s wrong with it? Why do you think it&#8217;s fake?&#8221;. Er meinte die Plastikfolie w\u00e4re am Rand inkonsistent und dass ein Sicherheitsmerkmal fehlt. Ich hatte langsam die Schnauze voll und verlangte meinen Ausweis zur\u00fcck. Ich bekam die Antwort, dass das nicht passieren wird, da der Ausweis eine F\u00e4lschung ist. Dann ist mir wirklich der Kragen geplatzt: &#8220;Right, I&#8217;m calling the cops. They&#8217;ll tell you it&#8217;s real.&#8221; Er: &#8220;Don&#8217;t bother, I&#8217;ll call them myself&#8221; und ging zum Telefon. Auf dem Weg blieb er aber stehen, er drehte sich um und holte sein iPhone raus. &#8220;Okay, last chance before I call the cops.&#8221; Er hatte eine App mit dem man den Barcode der Karte scannen konnte. Diesen Test hatte ich dann wohl endlich bestanden, denn er meinte: &#8220;Okay, you&#8217;re good.&#8221; und gab mir den Ausweis zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ich war so stinkig, dass ich eigentlich direkt gehen wollte, aber die anderen hatten es sich schon gem\u00fctlich gemacht. Gl\u00fccklicherweise bekam ich dann endlich ein Bier und der Rest des Abend verlief ereignislos. Ich glaube nur <a href=\"http:\/\/kleinlenainamerika.blogspot.com\/\" target=\"_blank\">Lena <\/a>wird verstehen was ich f\u00fcr einen Aufstand gemacht h\u00e4tte wenn ich den Ausweis nich zur\u00fcckbekommen h\u00e4tte. \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Mittwoch Abend habe ich Besuch aus Deutschland. Laura, die nur f\u00fcnf Minuten von meinem Heimatort entfernt wohnt ist f\u00fcr 10 Tage hier. Es ist toll jemandem so Vertrautes die letzten vierzehn Monate meines Leben zeigen zu k\u00f6nnen. 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