{"id":812,"date":"2012-07-10T05:19:03","date_gmt":"2012-07-10T03:19:03","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=812"},"modified":"2012-07-10T05:19:03","modified_gmt":"2012-07-10T03:19:03","slug":"neue-wohnung-neuer-job-neuer-lebensabschnitt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martin-esser.eu\/blog\/2012\/07\/neue-wohnung-neuer-job-neuer-lebensabschnitt\/","title":{"rendered":"Neue Wohnung, neuer Job, neuer Lebensabschnitt"},"content":{"rendered":"<p>Da ich meine Blogeintr\u00e4ge chronologisch halten wollte sind folgende Neuigkeiten schon knapp zwei Monate alt: Wie es den meisten schon aufgefallen sein wird, bin ich noch nicht wieder in Deutschland. Bis das passiert wird auch noch eine Weile vergehen. Ich wollte nach dem Studium schon seit einer Weile noch gerne hierbleiben und die Arbeitswelt kennenlernen. Das MBA-Studium war so eng an die hiesige Berufspraxis gekn\u00fcpft, dass es mir seit dem zweiten Semester schon unter den Fingern\u00e4geln gebrannt hat diese auch selbst zu erleben. Da es mit einem Praktikum letztes Jahr nicht geklappt hatte, hatte ich dieses Jahr alles daran gesetzt nach dem Studienende etwas passendes zu finden. Ich hatte mich bei vielen Top-Unternehmen auf viele Stellen beworben und meinen Lebenslauf unter die Leute gebracht. Doch alles half nichts und ich kam nicht einmal zum Interview. Mein Visumsstatus machte mir mal wieder das Leben schwer. Prim\u00e4r aus zwei Gr\u00fcnden: Zum einen konnte ich eine Arbeitserlaubnis nur f\u00fcr eine Dauer von maximal f\u00fcnfzehn Monaten beantragen. Und desweiteren musste ich bis sp\u00e4testens eine Woche vor Studienende ein Jobangebot\u00a0vorlegen, da die Erlaubnis nur mit g\u00fcltigem Visum beantragt werden konnte. Selbiges lief n\u00e4mlich am Tag der Abschlussfeier ab. Das machte es sowohl f\u00fcr mich als auch f\u00fcr den potenziellen Arbeitgebeer sehr unattraktiv.<\/p>\n<p>Zwei Monate vor Abschluss h\u00f6rte ich mit den Bewerbungen auf, da ich keinen einzelnen Erfolg vermelden konnte. Ich war deprimiert und geschockt, dass nicht einmal globale Konzerne in den USA internationale Bewerber sch\u00e4tzen. Aber ich gab nicht auf und \u00e4nderte meine Taktik. Ich nutzte bestehende Kontakte und fragte herum. Zudem bewarb ich mich auf Zeitarbeitsstellen, da diese oft interessante unternehmensberaterische Jobs bieten, aber zeitlich auf ein Projekt begrenzt sind. Langsam kamen dann kleine Erfolge und ich wurde immerhin zu Interviews geladen. Mit einer Zeitarbeitsfirma kam ich auch nah an ein Angebot. Aber die Zeit lief davon und ich hatte nur noch eine Woche bis zum Ablauf der Visumsfrist.<\/p>\n<p>Doch in letzter Minute schlug das Gl\u00fcck dann doch zu. Ich bekam einen Anruf von einem Manager einer Firma, bei der ich mich vor etlichen Wochen schon beworben hatte. Ich wurde gefragt ob ich an der Stelle noch interessiert sei. Ich sagte: &#8220;Ja, aber ich werde die Bewerbung nicht weiterverfolgen. Ich muss in sp\u00e4testens einer Woche ein Jobangebot vorlegen. Das ist zu knapp.&#8221; Dennoch wurde ich gebeten mich bei Interesse dringend zu melden. Weil ich nichts zu verlieren hatte tat ich dies und knackte den Jackpot. Ich war anscheinend an die richtige Person geraten, denn schon am n\u00e4chsten Tag wurde ich zum Interviewmarathon geladen. Und zwei Tage vor der Frist wurde mir tats\u00e4chlich ein schriftliches Angebot vorgelegt!<\/p>\n<p>Das war Mitte Mai. Mittlerweile bin ich seit einem Monat Vollzeit angestellt und erlebe mit Neugier den Wechsel ins Berufsleben. Es ist zwar anstrengend jeden &#8211; und wirklich jeden &#8211; Tag fr\u00fch raus zu m\u00fcssen und erst Abends m\u00fcde nach Hause zu kommen. Daf\u00fcr genie\u00dfe ich es keine &#8220;Hausaufgaben&#8221; zu haben und die Wochenenden zur freien Verf\u00fcgung zu haben. Ich arbeite im Supply Chain Management als Change Manager direkt an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden. Ich kriege also sowohl fachliche, als auch beraterische Erfahrung. Mein B\u00fcro ist direkt in New York City und dank einem weiteren Gl\u00fcckfalls kann ich bequem morgens zur Arbeit laufen.<\/p>\n<p>Ein Fulbright-Kollege aus New York ist f\u00fcr ein halbes Jahr im Ausland und suchte jemanden der auf seine Wohnung aufpasst. Auch dieses Angebot nahm ich ohne zu z\u00f6gern an. Zudem es nicht irgendeine Wohnung ist, sondern ein ger\u00e4umiges Apartment an der Upper East Side, einem der teuersten Gebiete der Stadt. Ich habe einen Teilblick auf den Central Park und bin gut an die U-Bahn angebunden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"480\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=Upper+East+Side,+New+York,+NY&amp;aq=0&amp;oq=upper&amp;sll=40.775412,-73.964424&amp;sspn=0.013763,0.033023&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Upper+East+Side,+New+York&amp;t=m&amp;ll=40.773522,-73.956528&amp;spn=0.062399,0.109863&amp;z=13&amp;iwloc=A&amp;output=embed\"><\/iframe><br \/><small><a href=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=Upper+East+Side,+New+York,+NY&amp;aq=0&amp;oq=upper&amp;sll=40.775412,-73.964424&amp;sspn=0.013763,0.033023&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Upper+East+Side,+New+York&amp;t=m&amp;ll=40.773522,-73.956528&amp;spn=0.062399,0.109863&amp;z=13&amp;iwloc=A\" style=\"color:#0000FF;text-align:left\">View Larger Map<\/a><\/small><\/p>\n<p>Ich durchlebe zur Zeit eine der tollsten Phasen meines Lebens: <a title=\"MBA Abschlussfeier\" href=\"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=773\">Studienabschluss im Ausland<\/a> in der Tasche, <a title=\"Roadtrip\" href=\"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=781\">ausgiebigen Urlaub<\/a> genossen, einen klasse Job in New York und eine Wohnung im Herzen der Stadt. Ab jetzt kann es also nur bergab gehen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Aber mal ernsthaft: Ich muss mich wirklich zwingen regelm\u00e4\u00dfig einen Schritt zur\u00fcck zu treten und mein Leben als ganzes betrachten. Ich bin unbeschreiblich gedem\u00fctigt und dankbar diese einmaligen und exklusiven Erfahrungen machen zu d\u00fcrfen. Jeden Tag und jede Minute\u00a0versuche ich mit aller Kraft das alles nicht zum Alltag werden zu lassen.\u00a0Ich freue mich jeden Tag wenn ich aufstehe, bleibe beim Weg zur Arbeit oft stehen, schlie\u00dfe die Augen und atme tief ein. Ich lasse die Ger\u00fcche und Ger\u00e4usche meiner Lieblingsstadt auf mich einwirken und sp\u00fcre wie es mich gl\u00fccklich macht, mich hier ein kleines bisschen eingeb\u00fcrgert zu f\u00fchlen. Dann \u00f6ffne ich die Augen und schaue an mir herunter. Ich sehe mich im Anzug und mit Laptoptasche und kann jedes Mal kaum glauben, dass ich hier tats\u00e4chlich mein Berufsleben beginnen durfte.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ich meine Blogeintr\u00e4ge chronologisch halten wollte sind folgende Neuigkeiten schon knapp zwei Monate alt: Wie es den meisten schon aufgefallen sein wird, bin ich noch nicht wieder in Deutschland. Bis das passiert wird auch noch eine Weile vergehen. 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