{"id":933,"date":"2013-03-11T02:37:07","date_gmt":"2013-03-11T00:37:07","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=933"},"modified":"2013-05-19T17:31:42","modified_gmt":"2013-05-19T15:31:42","slug":"global-classroom-reloaded-career-orientation-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martin-esser.eu\/blog\/2013\/03\/global-classroom-reloaded-career-orientation-day\/","title":{"rendered":"Global Classroom Reloaded &#8211; Career Orientation Day"},"content":{"rendered":"<p>Vielleicht erinnert ihr euch noch an das <a title=\"Martin als Schullehrer in den Staaten\" href=\"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=435\">Global Classroom Program<\/a>, an dem ich 2011 und 2012 in New York teilgenommen hatte. Damals ging ich f\u00fcr jeweils eine Stunde in eine New Yorker High School, um den Kindern mein Heimatland Deutschland vorzustellen. Das hat richtig Spa\u00df gemacht und das <a title=\"Global Classroom Feedback\" href=\"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=502\">Feedback war sehr positiv<\/a>. Als sich dann vor ein paar Wochen eine \u00e4hnliche Gelegenheit auftat z\u00f6gerte ich nicht lange und sagte zu.<\/p>\n<p>Dieses Mal ist das Programm etwas anders. Es kam nicht von Fulbright, sondern vom Volunteer-Netzwerk meines Arbeitgebers. Gesucht wurden einige Leute, um ihren Beruf und ihre Firma als Teil eines &#8220;Career Orientation Day&#8221; an zwei lokalen Schulen vorzustellen. Publikum war eine Gruppe 13-14-J\u00e4hrige Kinder der <a href=\"http:\/\/www.rogersherr.dpsnc.net\/\" target=\"_blank\">Rogers-Herr Middle School<\/a> in Durham und der <a href=\"http:\/\/eastcaryms.wcpss.net\/\" target=\"_blank\">East Cary Middle School<\/a>\u00a0in Raleigh. Insgesamt waren es vier Klassen \u00e0 30 Kinder pro Schule, also 240 Sch\u00fcler. Und das an einem Donnerstag und einem Freitag, zus\u00e4tzlich zum normalen Arbeitsalltag. Bei der Anmeldung sah mein Terminkalendar f\u00fcr die Zeit noch recht entspannt aus, doch je n\u00e4her die zwei Tage kamen, umso stressiger wurde die Arbeit, sodass ich meinen Vortrag erst sp\u00e4t am Abend vorher planen konnte.<\/p>\n<p>Dennoch hat es riesigen Spa\u00df gemacht. Es waren Leute aus allen Berufsgruppen vertreten. Feuerwehrm\u00e4nner, Polizisten, \u00c4rzte, Wissenschaftler, Beamte und BWLer aller Disziplinen (Marketing, Finanzen, Vertrieb, Forschung, etc.).\u00a0Die Kinder waren aufgeweckt und neugierig. Ich habe viele Fragen bekommen, die teilweise erschreckend anspruchsvoll waren. Hier ein Auszug:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"line-height: 15px;\">Wie viele Stunden arbeitest du in der Woche? Musst du am Wochenende arbeiten? Wie viel Urlaub hast du und mit wie viel Flexbilit\u00e4t kannst du diesen nutzen?<\/span><\/li>\n<li>Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr gef\u00e4llt dir dein Job?<\/li>\n<li>Was war dein Lieblingsfach in der Schule? Nutzt es dir in deinem Job? Gibt es andere F\u00e4cher die f\u00fcr deinen Job hilfreich sind?<\/li>\n<li>Kannst\/musst du in deinem Beruf viel reisen?<\/li>\n<li>Wie sieht dein typischer Tag aus?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es in jeder Gruppe einen Klassenclown und einige weniger intelligente Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Spielst du Call of Duty? Spielst du Videospiele? Was ist dein Lieblingsspiel?<\/li>\n<li>Entwickelt deine Firma Videospiele? Kannst du w\u00e4hrend der Arbeit Videospiele spielen?<\/li>\n<li>Kann ich dein Autogramm haben?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Besonders letzte Frage fand ich etwas bizarr. Ich h\u00e4tte schw\u00f6ren k\u00f6nnen, dass eines der Kinder eine Wette verloren hatte und nun den Redner um ein Autogramm bitten musste. Jedenfalls habe ich geschmunzelt, den Zettel entgegen genommen und etwas Unleserliches draufgekritzelt. Aber insgesamt war ich recht beeindruckt von den Kindern. Sie waren sehr neugierig, aufmerksam und entgegneten mir mit Respekt. Ich weiss nicht ob ich damals schon so erwachsen war.<\/p>\n<p>Und auch ich habe an den Tagen einiges Neues erlebt und gelernt: Zum einen, war ich noch nie zuvor in einer Middle School. Dies ist ein amerikanisches Rezept. Statt Grundschule und dann High School, werden beide um 1,5 Jahre gek\u00fcrzt und noch eine dritte Schule eingeschoben. Mir ist die Logik dahinter nicht wirklich klar, dass \u00c4nderungen im jungen Alter immer stressig sind, vorallem was den Freundeskreis angeht. Ich w\u00e4re damals am liebsten an einer Schule l\u00e4nger geblieben. Zum anderen, mir ist wieder einmal klar geworden wie wichtig es ist auf das Publikum und dessen Wissensstand einzugehen. Ich bin durch meinen Job gewohnt eine Powerpoint-Pr\u00e4sentation zu entwickeln und diese dann vorzutragen. Selten muss ich Sachverhalte auf die einfachste aller einfachen Ebenen reduzieren und entsprechende Vergleiche finden mit denen die Kinder etwas anfangen k\u00f6nnen. Gar nicht so einfach!<\/p>\n<p>N\u00e4chsten Monat habe ich mich f\u00fcr ein weiteres Event angemeldet: Diesmal jedoch mit Universit\u00e4tsstudenten im ersten Semester an der <a href=\"http:\/\/www.ncsu.edu\/\" target=\"_blank\">North Carolina University<\/a>. Auf den direkten Vergleich bin ich gespannt.<\/p>\n<p>Anmerkungen: Sobald ich von den Schulen die offiziellen Fotos bekomme werde ich sie hier ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vielleicht erinnert ihr euch noch an das Global Classroom Program, an dem ich 2011 und 2012 in New York teilgenommen hatte. 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