{"id":943,"date":"2013-04-17T05:30:53","date_gmt":"2013-04-17T03:30:53","guid":{"rendered":"http:\/\/martin-esser.eu\/blog\/?p=943"},"modified":"2013-04-17T05:33:19","modified_gmt":"2013-04-17T03:33:19","slug":"langes-wochenende-in-new-orleans-la-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/martin-esser.eu\/blog\/2013\/04\/langes-wochenende-in-new-orleans-la-teil-1\/","title":{"rendered":"Langes Wochenende in New Orleans, LA &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>New Orleans (bzw. umgangssprachlich &#8220;Neworlans&#8221;, &#8220;N&#8217;Awlins&#8221;, oder &#8220;Nola&#8221;, kurz f\u00fcr <strong>N<\/strong>ew <strong>O<\/strong>rleans, <strong>Lo<\/strong>uisiana) im Bundesstaat Louisiana war ein Ort den ich schon seit einiger Zeit auf meiner Liste hatte. Oft wurde ich in den letzten zwei Jahren gefragt: &#8220;Have you ever been to New Orleans? No? Dude, you HAVE to go.&#8221; Das Essen sei angeblich klasse und die Architektur unvergesslich. Mandy war ebenfalls noch nie dort und so konkretisierten wir schlussendlich Anfang des Jahres wir unsere Pl\u00e4ne und flogen f\u00fcr ein langes Wochenende in den tiefen S\u00fcden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=d&amp;source=s_d&amp;saddr=RDU&amp;daddr=Orlando+International+Airport-MCO,+Orlando,+Florida,+USA+to:Louis+Armstrong+New+Orleans+International+Airport,+Louis+Armstrong+New+Orleans+International+Airport,+900+Airlines+Dr,+Kenner,+LA+70062&amp;hl=de&amp;geocode=FXNvIwIdnrZN-yHtdfNB0pKD4ynPeY4C-vCsiTHtdfNB0pKD4w%3BFRfVsQEdglUn-yFt4RGUNrlKrSnzkrTGJ2PniDFt4RGUNrlKrQ%3BFXKJyQEdfMye-ikxeIN6dLcghjHQ0emcazPj-g&amp;aq=0&amp;oq=msy&amp;sll=32.154181,-84.525277&amp;sspn=12.539782,26.784668&amp;mra=pd&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=32.138409,-84.506836&amp;spn=17.817513,28.125&amp;z=5&amp;output=embed\" height=\"480\" width=\"640\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><br \/>\n<small><a style=\"color: #0000ff; text-align: left;\" href=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=d&amp;source=embed&amp;saddr=RDU&amp;daddr=Orlando+International+Airport-MCO,+Orlando,+Florida,+USA+to:Louis+Armstrong+New+Orleans+International+Airport,+Louis+Armstrong+New+Orleans+International+Airport,+900+Airlines+Dr,+Kenner,+LA+70062&amp;hl=de&amp;geocode=FXNvIwIdnrZN-yHtdfNB0pKD4ynPeY4C-vCsiTHtdfNB0pKD4w%3BFRfVsQEdglUn-yFt4RGUNrlKrSnzkrTGJ2PniDFt4RGUNrlKrQ%3BFXKJyQEdfMye-ikxeIN6dLcghjHQ0emcazPj-g&amp;aq=0&amp;oq=msy&amp;sll=32.154181,-84.525277&amp;sspn=12.539782,26.784668&amp;mra=pd&amp;ie=UTF8&amp;t=m&amp;ll=32.138409,-84.506836&amp;spn=17.817513,28.125&amp;z=5\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small><\/p>\n<p>Da Mandy zur Zeit in der N\u00e4he von Washington DC arbeitet flog sie von dort direkt da hin. F\u00fcr mich gab es leider keinen Direktflug, da Raleigh keinen gro\u00dfen Flughafen hat. Trotz Umstieg in Orlando konnten wir es so planen, dass wir etwa zeitgleich ankamen. Die reine Flugzeit betrug 3,5 Stunden und eigentlich lief auch alles wunderbar bis ich am Zielflughafen feststellte, dass die Airline mein Gep\u00e4ck verschlampt hatte. Mittlerweile war es 23 Uhr und ich war einfach nur m\u00fcde. Ich f\u00fcllte genervt einige Formulare aus, nahm einen Kulturbeutel entgegen und machte mich mit Mandy aber ohne Gep\u00e4ck auf Richtung Hotel. Als ich auf der Taxifahrt aus dem Fenster die Stadt so betrachtete war ich nicht beeindruckt. Runtergekommene H\u00e4user, Graffiti und viel Armut. Ein bisschen wie in Newark. Doch unser Hotel war sch\u00f6n: Ein altes Eckhaus mit ausladenden Balkonen, gusseisernen Balustraden, gro\u00dfen Fenstern und Klappl\u00e4den. Innen begr\u00fc\u00dfte uns viel dunkles Holz und traditionelles Mobiliar.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen begann mit einem erfreulichen Anruf, dass mein Koffer in der Nacht unten an der Rezeption abgegeben wurde. So hatte ich &#8211; nach einer Nacht in verschwitzten Arbeitsklamotten &#8211; direkt wieder frische Kleidung und Badzeug. Damit lie\u00df sich der Tag schon besser bestreiten. Und was f\u00fcr ein Tag es werden w\u00fcrde. 25\u00b0C, Sonnenschein und ein wolkenloser Himmel. Nicht \u00fcberraschend f\u00fcr eine Stadt nahe der Golfk\u00fcste, aber selbst f\u00fcr North Carolina-Verh\u00e4ltnisse warm.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=French+Quarter,+New+Orleans,+Louisiana,+USA&amp;aq=0&amp;oq=french+quarter,+new+orle&amp;sll=29.962966,-89.982491&amp;sspn=0.20077,0.41851&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=French+Quarter+-+CBD,+New+Orleans,+Orleans,+Louisiana&amp;t=m&amp;ll=29.954935,-90.066605&amp;spn=0.142781,0.219727&amp;z=12&amp;output=embed\" height=\"480\" width=\"640\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><br \/>\n<small><a style=\"color: #0000ff; text-align: left;\" href=\"https:\/\/maps.google.com\/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=French+Quarter,+New+Orleans,+Louisiana,+USA&amp;aq=0&amp;oq=french+quarter,+new+orle&amp;sll=29.962966,-89.982491&amp;sspn=0.20077,0.41851&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=French+Quarter+-+CBD,+New+Orleans,+Orleans,+Louisiana&amp;t=m&amp;ll=29.954935,-90.066605&amp;spn=0.142781,0.219727&amp;z=12\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small><\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck machten wir uns also zu Fu\u00df auf in die Stadt. Die Gegend rund um das Hotel war zwar nicht einladenend, doch nur wenige Stra\u00dfen weiter kamen wir in das French Quarter, den historischen Teil der Stadt. Mir klappte ziemlich schnell die Kinnlade runter. Fast jedes Geb\u00e4ude wirkte als w\u00e4re die Blaupause eine Postkarte gewesen: Pechschwarze gusseiserne Balkone, schmale hohe Fenster, farbenfrohe W\u00e4nde, h\u00f6lzerne Klappl\u00e4den und viele Pflanzen. Die Stra\u00dfen waren schmal und voll mit Leuten. Viele der H\u00e4user waren Restaurants, historische Hotels, Kunstgallerien, Antiquit\u00e4tengesch\u00e4fte oder sympathische Ramschl\u00e4den. Man sah die gelegentliche Pferdekutsche und aus dem einen oder anderen Fenster s\u00e4uselte Jazzmusik. Diese Gegend zog sich zehn bis f\u00fcnfzehn Blocks in alle Richtungen, war also recht gro\u00df. Es gab viel zu entdecken. Kleine Innenh\u00f6fe mit Caf\u00e9s.<\/p>\n<p>Und mitten im French Quarter dann &#8211; ganz unerwartet &#8211; die Bourbon Street. Ein billiges Lokal neben dem anderen, Clubmusik, besoffene Jugendliche, kaputte Gl\u00e4ser auf der Stra\u00dfe und Alkohol in der \u00d6ffentlichkeit. Das klingt vielleicht als w\u00e4re es nichts besonderes, doch New Orleans ist der einzige Ort in ganz USA wo man in der Stadt in der \u00d6ffentlichkeit Alkohol konsumieren darf. In allen anderen St\u00e4dten ist es streng verboten. (In North Carolina darf man nicht mal eine Flasche Alkohol mit sich im Passagierraum eines Auto f\u00fchren, selbst wenn man n\u00fcchtern ist.) Doch diese Freiheit ist nur halb durchdacht. Man darf mit Alkohol in kein Gesch\u00e4ft rein und in kein Auto oder Taxi steigen. Ist man also mal drau\u00dfen hei\u00dft es &#8220;auf Ex!&#8221; bzw. &#8220;Chug! Chug! Chug!&#8221; Als w\u00e4ren die Schnapsnasen von Karneval und Fasching gemeinsam in die USA ausgewandert. Und das schon am Vormittag. Und tats\u00e4chlich gibt es so etwas wie Karneval in den USA. Das Fest hei\u00dft &#8220;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mardi_Gras\" target=\"_blank\">Mardis Gras<\/a>&#8221; und findet jedes Jahr kurz vor Aschermittwoch statt. Und was K\u00f6ln f\u00fcr den Karneval ist, das ist New Orleans f\u00fcr Mardis Gras. Die Traditionen sind recht \u00e4hnlich, bis auf eine merkw\u00fcrdige amerikanische Eigenheit:\u00a0Plastikperlenketten&#8230; Billige, regenbogenfarbene Perlenketten. Sie h\u00e4ngen von Laternen, in B\u00e4umen, in Fenstern, \u00fcberall. Die dazugeh\u00f6rige Geste ist recht einfach und vorallem f\u00fcr M\u00e4nner durchaus lukrativ. Man kaufe vor dem Fest dutzende Perlenketten und gehe auf eine Frau zu. Man gebe der Frau eine der Perlenkette. Im Gegenzug entb\u00f6\u00dft die Frau f\u00fcr den Mann ihre Br\u00fcste. Kein Witz! Siehe <a href=\"http:\/\/www.jstor.org\/discover\/10.2307\/2580408?uid=2&amp;uid=4&amp;sid=21102151248397\" target=\"_blank\">hier<\/a>. Am Ende des Abends &#8220;gewinnen&#8221; jene Frauen die die meisten Perlenketten haben und jene M\u00e4nner die wahrscheinlich wegen Reiz\u00fcberflutung vor Sauerstoffunterversorgung des Gehirns am Boden liegen. Nach Erl\u00e4uterung dieser Tradition machte auch pl\u00f6tzlich die Empfehlung meiner m\u00e4nnlichen Arbeitskollegen &#8220;make sure to bring beads&#8221; Sinn.<\/p>\n<p>Doch so verr\u00fcckt war es zu dieser Zeit in New Orleans dann doch nicht. Es war nur wie eine normale Samstagnacht in K\u00f6ln. Zum Gl\u00fcck beschr\u00e4nkte sich dieser Bereich auf diese eine Stra\u00dfe. Und einen Block weiter war schon nichts mehr zu h\u00f6ren und zu sehen.<\/p>\n<p>Am einem Ende des French Quarter lag unser Hotel, am anderen der Mississippi River. Vom Fluss war ich absolut unbeeindruckt. Ein riesige, braune, h\u00e4ssliche Wassermasse, voll mit \u00d6ltankern und ges\u00e4umt durch Fabriken, Raffinerien und Lagerh\u00e4user. Keine naturbelassene Idylle mit Schaufelraddampfern. Sehr schade. Zudem ist New Orleans weiter weg vom Meer als ich dachte. Man muss \u00fcber 100km flussabw\u00e4rts schippern, bzw. 60km per Land zur\u00fccklegen. Dennoch ist er breit und tief genug, dass Kreuzfahrtschiffe und Frachter \u00fcber 500km flussaufw\u00e4rts fahren k\u00f6nnen. Entsprechend ist es nicht \u00fcberraschend, dass der Mississippi schon seit Jahrhunderten eine Haupthandelsroute ist.<\/p>\n<p>Um die Geschichte und die Gr\u00f6\u00dfe des Fluss besser zu verstehen haben wir am zweiten Tag einen zweist\u00fcndigen Ausflug mit einem echten Schaufelraddampfer unternommen. Es gibt in den USA nur noch zwei die sich in Betrieb finden und mit Dampf\/Schaufelrad angetrieben werden. (Witzigerweise ist das Schiff auf dem wir waren &#8211; die &#8220;Natchez&#8221; &#8211; auf dem <a href=\"http:\/\/www.weltbild.de\/media\/ab\/2\/016378139-adac-reisefuehrer-usa-suedstaaten.jpg\" target=\"_blank\">Buchdeckel des deutschen ADAC-Reisef\u00fchrers &#8220;USA-S\u00fcdstaaten&#8221;<\/a> abgebildet, welchen ich dabei hatte). Die Fahrt war entspannend und es war sch\u00f6n, dass der Fahrtwind die Intensit\u00e4t der Sonne angenehmer machte.<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt&#8230;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>New Orleans (bzw. umgangssprachlich &#8220;Neworlans&#8221;, &#8220;N&#8217;Awlins&#8221;, oder &#8220;Nola&#8221;, kurz f\u00fcr New Orleans, Louisiana) im Bundesstaat Louisiana war ein Ort den ich schon seit einiger Zeit auf meiner Liste hatte. Oft wurde ich in den letzten zwei Jahren gefragt: &#8220;Have you ever been to New Orleans? No? 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