Ich dachte bis gestern, dass kein (US-amerikanisches) Essen beide der folgenden Eigenschaften erfüllen kann:
Fettarm, nahrhaft und gesund
Ohne Hilfsmittel zubereitbar
Zum Glück sind Deutsche ja bekanntermaßen erfinderisch, sodass Lena und ich uns für gestern und heute Abend ein halbwegs präsentierbares Essen zusammengebastelt haben:
Essen #1: In Manhattan haben wir den ersten Supermarkt in der ganzen Gegend entdeckt und da wir nicht wussten wann wir das nächste Mal wieder die Gelegenheit bekommen würden “richtig” einkaufen zu gehen, haben wir dort eingekauft und die Tüten bis zurück nach Newark geschleppt.
Essen #2: Heute haben wir festgestellt, dass der Subway um die Ecke tatsächlich ein kleiner Supermarkt ist. Zwar unfassbar teuer, aber immerhin kriegt man dort alles was man braucht, AUSSER natürlich frisches Obst und Gemüse… Aber wir haben wieder etwas halbwegs fettarmes gefunden (bevor jemand was sagt: Nachtisch zählt nicht!) was man ohne Hilfsmittel zubereiten kann.
Salat, Tomaten, Dressing und Wasser
Lena und Martin freuen sich SEHR auf ihr Essen
Hier sieht es noch aus wie ein normaler Subway…
…aber tatsächlich ist er auch ein kleiner Supermarkt
Mikrowellen-Essen, Wasser und Ben & Jerry’s Eiscreme
Seit Donnerstag bin ich nun in meiner neuen Bleibe. Es handelt sich um das University Centre auf der Central Avenue in Newark. Von hier aus habe ich es 10min zu Fuß zu den offiziellen Wohnheimen der Uni und 20min zur Business School selbst. Es liegt eine Straßenbahnstation 5min zu Fuß von der aus ich in 5min zur Newarker Hauptbahnhof – Newark Penn Station – komme. Von da aus komme ich für läppsche 1,75 USD in weiteren 20min zum Ground Zero in Manhattan, genial! Die Alternative ist für 5,00 USD in 25min zum Empire State Building, auch gut.
Das UnivCentre nimmt zwei Blocks in Anspruch und bietet Zimmer für 800 (!!) Studenten. Die sind verteilt auf 200 Wohnungen in 14 Stockwerken. Ich wohne in einer 4er WG im 8. Stock und habe ein eigenes Zimmer (ca. 15m²) mit eigenem Bad. Im Zimmer steht ein 1,30m-Bett, ein Schreibtisch und ein Schrank. Den Rest muss ich mir noch zusammenkaufen. Das Bad bietet eine Dusche (leider noch ohne Duschvorhang, sodass ich jeden Morgen eine kleine Überschwemmung wegwischen muss) die durchgehend warmes Wasser liefern kann (nein, das ist in USA nicht selbstverständlich), ein Waschbecken und eine Toilette. Der Gemeinschaftsraum ist aufgeteilt in Wohnzimmer mit Sofa und Beistelltisch, einen Essbereich mit vier Stühlen und die Küche. Typisch amerikanisch stehen dort ein großer Kühlschrank und eine riiiiiiiiesige Mikrowelle, sowie Herd, Ofen und Spülmaschine. Aber auch hier fehlt der Rest. Keine Teller, Gläser, Töpfe, Messer, Schüsseln, etc.
Zur Zeit wohnt eine deutsche Fulbrighterin, Lena, bei mir bis sie in ihre eigenen Wohnung einziehen kann. Es ist wirklich schön etwas (deutsche) Gesellschaft zu haben, da bisher nur einer meiner drei Mitbewohner eingezogen ist. Die anderen kommen kurz vor Semesterbeginn in einer Woche.
In Sachen “sonstige Dienstleistungen” kann das Wohnheim mit jedem Hotel mithalten. Komplett klimatisiert, Waschmaschinen und Trockner nutzbar, 24h-Gebäudeüberwachung mit zwei Sicherheitsleuten, Parkhaus, Fahrradkeller, Fitness Raum (das von der Ausstattung her alle deutschen Fitness Center übertrifft die ich je gesehen habe!), Fernsehräume, kostenlose Sonnenbänke, Computerzimmer mit frei nutzbarem Laserdrucker und DIN-A2-Plotter. Ich werde die Tage mal Bilder von all den Sachen machen die noch fehlen. Ich bitte um etwas Geduld 😉